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Abschied vom Normalbenzin

Wie lange wird es noch an deutschen Tankstellen Normalbenzin geben? Das ist die große Frage, die viele Autofahrer beschäftigt. Es gab bereits seit längerem das Gerücht, dass die Tage des Normalbenzins gezählt sind. Der Preisunterschied zwischen Normalbenzin und Super betrug vor einigen Jahren noch durchschnittlich 2 Cent je Liter. Seit Sommer betrug der Preisunterschied nur noch 1 Cent. Doch seit wenigen Tagen gibt es beide Kraftstoffe an allen Zapfsäulen des Marktführers Aral zum gleichen Preis. Bei anderen Mineralölkonzernen, wie z.B. bei Shell, wird es vorerst weiterhin eine minimale Preisdifferenz zwischen Normalbenzin und Super geben.

Aus Sicht der Mineralölkonzerne gibt es eine Vielzahl an Gründe, die für den schrittweisen Abschied vom Normalbenzin sprechen. Zum einen vertritt die Automobilindustrie den Standpunkt, dass gerade für neue Fahrzeuge Superbenzin vorteilhafter ist. Denn der höherwertige Superkraftstoff hat eine höhere Verdichtung und sorgt für mehr Leistung, speziell bei Fahrzeugen mit kleineren Hubräumen. Weiter ist zu beobachten, dass der Anteil des Normalbenzins in der Vergangenheit kontinuierlich gesunken ist. Bereits jetzt ist der Absatz von Super etwa dreimal so hoch wie der vom Normalbenzin. Und es ist davon auszugehen, dass dieser Trend sich weiter fortsetzen wird.

Das ist jedoch auch leicht nachvollziehbar. Denn wenn es keinen Preisunterschied bei Aral zwischen beiden Kraftstoffen gibt, dann werden viele Kunden statt Normalbenzin ihr Auto mit Super betanken.

Ein solcher Trend ist in den USA hingegen noch nicht zu erkennen. Dort herrscht weiterhin ein sehr starkes Interesse an dem kostengünstigeren Normalbenzin. Das hängt jedoch auch damit zusammen, dass in den USA ein Großteil der Fahrzeuge über größere Hubräume verfügen. Die starke Nachfrage nach Normalbenzin aus den USA ist unter anderem auch dafür verantwortlich, dass aktuell der Spotpreis für Normalbenzin (z.B. in Rotterdam) sogar geringfügig über dem Preis für Super liegt.

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