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Corona in Ostafrika: China spendet Sinovac-Impfstoff an Tansania und Uganda

Kinder in Kampala Uganda

Corona in Ostafrika: China spendet Sinovac-Impfstoff an Tansania und Uganda. Der Corona-Impfstoff ist vor wenigen Tagen in Ugandas Hauptstadt Kampla und auf der Insel Sansibar in Tansania eingetroffen.

Im Kampf gegen das Coronavirus erhalten afrikanische Staaten auch umfangreiche Unterstützung aus China. So hat beispielsweise das ugandische Gesundheitsministerium kürzlich den Eingang einer größeren Lieferung des Sinovac-Impfstoffs aus China bekanntgegeben und sich bei der Volksrepublik bedankt. Und auch auf der beliebten Urlaubsinsel Sansibar im Indischen Ozean ist kürzlich der Sinovac-Impfstoff in Tansania eingetroffen. Denn mittlerweile hat sich auch in Tansania die Meinung durchgesetzt, dass es im Kampf gegen das Virus einer landesweiten Impfstrategie bedarf. Wenn auch etwas spät, denn zuvor hatte der vor wenigen Monaten verstorbene Präsident von Tansania lediglich landesweite Gebete und ähnliche Maßnahmen gegen COVID-19 verordnet. Einen Lockdown oder strikte Maßnahmen wie in vielen Nachbarstaaten wie beispielsweise Kenia oder Uganda hatte es in Tansania nicht gegeben.

Uganda: 300.000 Sinovac Impfdosen am 31.07.2021 am Entebbe International Airport eingetroffen

Der ostafrikanische Staat mit etwas mehr als 45 Millionen Einwohnern hat bisher lediglich 1,1 Millionen Dosen AstraZeneca im Kampf gegen das Virus erhalten, wovon Ende Juli 2021 auch nahezu alle Dosen verimpft worden sind. Und nun also ist Nachschub kekommen: China hat 300.000 Dosen Sinovac an Uganda gespendet. Doch auch mit der nun angekommenen Impfstoff-Spende befindet sich die Impfquote in Uganda noch immer auf einem sehr sehr niedrigen Niveau.

Und leider gibt es in nahezu allen afrikanischen Staaten eine ähnlich niedrige Impfquote wie im ostafrikanischen Uganda. Noch immer sind deutlich unter 5 Prozent aller Menschen auf dem afrikanischen Kontinent komplett geimpft.

Impfstoff-Spenden für Afrika ist altes Denken

Die USA will rund 500 Millionen Impfstoffdosen gegen das Coronavirus an ärmere Änder spenden. Und auch die EU hat ähnliche Pläne. Laut Internetseite der Europäischen Kommission plant die EU bis Ende 2021 rund 200 Millionen Dosen COVID-19 Impfstoff an bedürftige und ärmere Länder spenden.

Doch ist das eine nachhaltige Entwicklung, wenn die “reichen” Länder als Zeichen ihrer Barmherzigkeit nun Impfstoffe per Flieger nach Afrika senden? Nun also Corona-Impfstoffe statt Lebensmittel gegen die Hungerkrisen wie in den letzten Jahrzehnten? Nicht ohne Grund zeigen sich viele Experten skeptisch. Viele Millionen Impfdosen an afrikanische Staaten zu spenden ist natürlich löblich, aber eigentlich ist es doch damit lange nicht getan. Denn Afrika braucht doch so viel mehr als nur die Impfdosen. Da wären beispielsweise Logistik und Aufklärung. Denn die Impfdosen sollten ja im besten Fall auch überall im Land verteilt werden und nicht nur in den Hauptstädten der belieferten Länder.

Ein sehr interessanter Artikel zu genau diesem Thema ist übrigens hier zu finden: deutschlandfunkkultur.de: Impfstoffspenden an Afrika – Das ist das alte Denken von Charity

Junge am Lebensmittel Shop in Kampala (Uganda)

Junge am Lebensmittel Shop in Kampala (Uganda)

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