Depotkonto

Ein Depotkonto wird benötigt, wenn man Wertpapiere jeglicher Art (Aktien, Fonds, Zertifikate usw.) kaufen, verkaufen oder verwalten möchte. Wer sich dazu entschließt mit Wertpapieren zu handeln möchte entweder ein Vermögen aufbauen oder ein bestehendes Vermögen vermehren.
Doch bevor es soweit ist, dass man seine erste Order aufgibt, gibt es eine Menge Dinge zu beachten.

Anlagedauer / Verwendungszweck

Man sollte sich zuerst im Klaren darüber sein wie lange das Geld investiert werden soll und welche Pläne man mit dem Geld später hat.

Der Anlagehorizont lässt sich in die drei Bereiche kurzfristig (0 bis 6 Monate), mittelfristig (6 Monate bis ca. 5 Jahre) und langfristig (über 5 Jahre) einteilen.
Muss das angelegte Kapital zu einem bestimmten Termin für einen bestimmten Zweck verfügbar sein (Autokauf, Ablösung eines Darlehens oder eine größere Anschaffung) sollte man eine dementsprechend risikolose Anlageform wählen. Möglicherweise wäre hier dann auch eher ein Termingeldkonto oder Tagesgeldkonto geeignet.
Weiter spielen Anlageerfahrung und Risikobereitschaft eine wichtige Rolle beim Finden des richtigen Depots.

Filialbank vs Onlinebroker

Grundsätzlich kann man ein Depot bei Onlinebanken, Onlinebrokern und natürlich bei der Filialbank von nebenan eröffnen.
Ein Depot bei einer Filialbank ist für alle geeignet, die den persönlichen Berater und Ansprechpartner brauchen, der ihnen bei den Themen Beratung, Information und Anlagestrategie zur Seite steht.
Wer bereits Erfahrung im Bereich Wertpapiere hat und über das nötige Wissen verfügt kann möglicherweise mit einem Onlinedepot bei einer Onlinebank oder einem Onlinebroker von günstigeren Konditionen und anderen Annehmlichkeiten profitieren.
Man kann z.B. rund um die Uhr sein Depot verwalten. Und das nicht nur vom PC zu Hause, sondern von jedem PC mit Internetanbindung. Einzige Vorraussetzung dabei ist, dass man seine Benutzerkennung und Passwörter vorliegen bzw. im Kopf hat.

Günstige Onlinebroker:

Konditionen / Transaktionskosten

Beim Thema Konditionen wären zum einen die Depotführungsgebühren zu beachten. Hier gibt es Anbieter, die eine Depotführungsgebühr verlangen. Natürlich gibt es auch Broker, bei denen die Depotführung kostenlos ist. Dann gibt es noch eine Zwischenvariante. Dort besteht zwar eine Depotführungsgebühr, die aber entfällt, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Dies wäre z.B. parallel neben dem Depot ein Girokonto, eine Mindestsumme auf einem Tagesgeldkonto oder eine gewisse Anzahl von Transaktionen (Käufe/Verkäufe) innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. eines Quartals).
Ein weiterer Kostenfaktor sind die Transaktionskosten, die bei jedem Kauf und Verkauf einer Aktie oder eines Fonds entstehen.
Bei Aktien teilt sich bei jedem Kauf/Verkauf die Kostenstruktur zum einen in einen Basispreis (ein fester Betrag pro Order). Hinzu kommt dann noch eine Courtage (vorgegebener Prozentsatz auf die zu handelnde Investitionssumme, meist zwischen 0,07% und 0,25%).
Bei Fonds gibt es anstelle des Basispreises und der Courtage den so genannten Ausgabeaufschlag (in % auf die Anlagesumme). Hierbei ist zu erwähnen, dass einige Onlinebroker ausgewählte Fonds mit einem geringerem Ausgabeaufschlag anbieten.

Schon diese Beispiele machen deutlich, dass die Vielzahl an unterschiedlichen Konditionen und Tarifmodellen der Banken und Broker auf den ersten Blick kaum überschaubar sind.

Was will ich handeln und wie häufig?

Weitere Kriterien für die Wahl des richtigen Depots sind die Wertpapierart, die Anzahl der Transaktionen und die Anlagehöhe.

Einige Broker haben sich z.B. auf bestimmte Wertpapiere oder Handelsplätze spezialisiert oder bieten besonders günstige Konditionen nur auf eine vordefinierte Gattung von Produkten.
Außerdem wird oftmals unterschieden wie oft man handelt. Meist sinken die Transaktionskosten, wenn man eine bestimmte Anzahl an Transaktionen (Käufe/Verkäufe) in einem Zeitraum (Monat/Quartal) tätigt bzw. überschreitet.

Kursentwicklung regelmäßig verfolgen

Wenn man schließlich ein Depot eröffnet hat und verschiedene Wertpapiere besitzt sollte man regelmäßig die aktuellen Kursentwicklungen und Trends verfolgen. Hier bietet sich natürlich das Internet an. Auf diversen Seiten kann man z.B. Watchlisten erstellen. So hat man sofort einen schnellen Überblick über seine Investments. Tageszeitungen mit ausführlichen Kurslisten (wie z.B. die Süddeutsche Zeitung oder ähnliche) oder auch spezielle Finanzzeitungen (wie z.B. Focus Money) sind dafür natürlich gleichfalls geeignet.